Mittwoch, 17. Oktober 2012

Schnupfen und co.

Super, wenn das mal kein Timing ist. Gestern meinem Chef einen Urlaubsantrag für Ende des Monats vorgelegt, und heute morgen mit dickem Hals, dickem Kopf, Schnupfen, leichtem Fieber und der ganzen Palette aufgewacht.

Da zeigt sich dann die ganze Scheinheiligkeit des Gesundheitskultes unserer Gesellschaft.
Ja hey, wenn man nen grippalen Infekt hat sollte man sich schonen
kontra
Weiter Leistung bringen, hochkonzentriert durcharbeiten

Ich weiß manchmal nicht wirklich, welche Teile der Bevölkerung es sind, die ihre ganzen irrsinnigen Tipps für Erkältungen Online stellen wenn es dann doch sehr oft auf ein "Wir kloppen das Ganze mit Paraceta runter und hoffen, dass es bis zum Wochenende gut geht" hinausläuft. Wer bitte kann es sich denn einfach so jederzeit erlauben, stumpf krank zu machen?

Gesundheit geht immer vor, heute Morgen erscheint mir diese Worthülse noch hohler als sonst. Auf Gesundheit wird geachtet, sie hat schließlich da zu sein. Und jeder hat Verständnis dafür, wenn man mal Krank ist. Aber das gilt nicht für einen selbst wenn mehrere Kollegen davon abhängen, dass man seine Arbeit erledigt.

Und dann kommen die ganzen tollen Argumente angefahren. Wenn man krank ist macht man eh Fehler, man ist länger krank wenn man sich weiter anstrengt statt sich zu Hause auszuruhen...
Blödsinn, wenn man dummerweise eine Position inne hat, bei der man durchs spontane krankfeiern mal eben einen nicht unerheblichen Teil des Betriebs lahmlegen würde. Dann hört das Verständnis für Gesundheit und bla nämlich sofort auf.

Bleibt wieder mal nur der gute, alte Medikamentencoktail zum Verdrängen der Symptome und die Hoffnung, dass man das Meeting heute damit gut über die Bühne kriegt. Bis zum Wochenende sinds noch drei Tage, dann darf ich Krank sein.

Bis Montag.

Montag, 15. Oktober 2012

1.1 - Aufwärmübungen

Hey und willkommen beim ersten Versuch, etwas klanghaftes aus unserem Instrument herauszubekommen.

Am Anfang liest man immer total viel von irgendwelchen Akkorden und versucht krampfhaft, diese irgendwie umzusetzen. Nach kurzer Zeit hat man es meist zumindest drauf, wo welcher Finger hingehört - zumindest wenn man 10 Sekunden Zeit hat um die Finger zu sortieren. Der Versuch, daraus dann ein Lied zu spielen ist eigentlich dadurch zum Scheitern verurteilt, denn dazu müssen die Wechsel zwischen den Akkorden ziemlich fix gehen.

Zumindest meine linke Hand ist dazu nicht im Geringsten in der Lage. Ich bin absoluter Rechtshänder aus Überzeugung und benutze die linke Seite höchstens mal zum kurzzeitigen Halten einer Bierflasche, das wars aber auch schon.

Bevor es überhaupt mit irgendwas losgeht, muss ich also erstmal meine linke Hand schonend an die baldigen Herausforderungen gewöhnen. Dazu gibt es eine Vielzahl an Übungen, und alle klingen ziemlich... nunja... scheiße. Irgendwelche "Kletterübungen" oder sowas, wo nacheinander bestimmte Saiten gedrückt werden müssen bringen bestimmt auch eine Verbesserung, aber gibts denn nichts, was dabei zumindest schonmal nach Musik klingt?

Doch, das gibts, zumindest wenn man etwas sucht. Auch hier greife ich wieder auf die Videos von Paul Noack zurück, der zwei wunderbare Übungen ersonnen hat. Diese spiele ich eigentlich jedes Mal wenn ich die Gitarre in die Hand nehme kurz durch, es klappt eigentlich von Tag zu Tag besser.

Neben den Videos biete ich euch hier auch direkt die entsprechende File für den TuxGuitar zum Download an, so hab ich mir das am zügigsten beibringen können. Gerade am Anfang ist die Tempo-Steigerung mehr als pures Gold wert.

Ok, kommen wir erstmal zum ersten Video, in dem die erste Übung erklärt wird:


Einfach extrem langsam Nachmachen, Tempo kommt irgendwann von ganz allein. Hier der Download-Link zu der zugehörigen TuxGuitar-File:
Übungs-Blues - Download über Mediafire
oder halt direkt:
Übungs-Blues - Download über Mediafire ohne Eigenwerbung


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Sonntag, 14. Oktober 2012

0.4 - Gibt es nicht irgendwelche kostenlosen Programme, die einem das Leben erleichtern können?



Oh ja, die gibt es. Bzw. wenn es kostenlos bleiben soll: DAS gibt es. Das Programm nennt sich TuxGuitar und ermöglicht es einem ziemlich leicht, heruntergeladene Noten/Tabs zu erlernen. Der Clou darin besteht, dass man sich einen Ausschnitt verlangsamt vorspielen lassen kann. Der Trainingsmodus looped dann immer wieder den gewünschten Bereich, und wird dann bei jedem Durchgang etwas schneller.

Das Programm ist Freeware und lässt einen (fast) alle Tab-Files des kostenpflichtigen Programms Guitar Pro nutzen. Für Letzteres findet man über Google Tausendundeinemillionen Tabs. Klar, GuitarPro klingt besser als was TuxGuitar aus den Lautsprechern scheppern lässt (simple Midi-Files), aber wenn euch das nicht stört braucht ihr keine 60 Euro für GuitarPro ausgeben.



Hier ist der Link zur offiziellen Seite von TuxGuitar



Und anbei natürlich auch wieder ein Video, dass uns den Umgang mit dem Programm kurz erläutert.

0.3 - Was muss ich machen, um Töne herauszubekommen die nicht nach Katzenjammer klingen?



Fangen wir an, die Gitarre richtig zu halten. Das kann man nicht wirklich im Text erklären (ok, man kann schon, aber das kapiert keiner), sondern tausendmal besser angucken. Der Paul Noack zeigt hier in einem Video super wie man das macht:



Er zeigt das zwar auf ner E-Gitarre, aber das Prinzip ist und bleibt das Selbe. Die restlichen Videos von ihm sind übrigens auch gut, wird bestimmt nochmal was von ihm verlinken – ab einem gewissen Punkt bin ich aber ausgestiegen weil er dann den Turbo reinhaut und ich nurnoch mit offenem Mund zugucken konnte. 

Ok, damit ist der erste Schritt schon gemacht, du weißt jetzt wie du das Instrument überhaupt in die Hand nimmst. Problem: Es klingt immer noch fürchterlich. Das liegt daran, dass eine Gitarre erstmal gestimmt werden muss. Die Töne der einzelnen Saiten passen sonst nicht zueinander und wenn man mehr als eine Saite klingen lässt kommt nur eine Kakophonie des Grauens dabei raus.

0.2 - Ich habe eine Gitarre, was ist das jetzt überhaupt?



Deine Gitarre steht vor dir, schauen wir uns das Ding mal an und gehen der Reihe nach durch, was was ist. Eigentlich ziemlich simpel aufgebaut, das Instrument.

http://www.musiklehre-fuer-gitarre.de

Gitarre lernen für Anfänger - Übersicht



Diese Seite wird als Dreh- und Angelpunkt fungieren, von hier aus geht es zu allen Infos die ich für mich als wichtig erachtet habe. Ich hab das Ganze erstmal hier runtergeschrieben, der Inhalt erfolgt dann nach und nach. Zum Einen ist das hier noch immer irgendwo ein Blog, zum Anderen habe ich keine Lust die nächsten drei Wochen jeden Tag wild herumzutippen um mit einem Schlag 50 Einträge rauszuhauen. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen ;)

Ok, kommen wir zum Eingemachtem. Hier die Dinge, die ich euch zeigen will.



Stufe 0

Ihr habt das Instrument noch nicht oder gerade das erste Mal in den Händen? Dann sind die hier gelisteten Informationen und Quellen für euch interessant. Von „Welche Gitarre“ bis zu „Wo kommen meine Hände hin“ gibt es hier Anleitungen, Informationen und Tipps.

0.1 – Ich habe noch keine Gitarre, welche soll ich kaufen?
0.2 – Ich habe eine Gitarre, was ist das jetzt überhaupt?
0.3 – Was muss ich machen, um Töne herauszubekommen die nicht nach Katzenjammer klingen?
0.4 – Gibt es nicht irgendwelche kostenlosen Programme, die einem das Leben erleichtern können?

0.1 - Ich habe noch keine Gitarre, welche soll ich kaufen?



Hallo und willkommen bei einer Frage, die sich Millionen von Menschen bereits gestellt haben, und die ebenso Millionenfach beantwortet wurde. Die Antwort ist und bleibt die folgende: Eine, die du dir leisten kannst.

Hast du wenig Geld aber willst irgendeinem Hobby nachgehen, dann machst du halt Abstriche bei der Ausrüstung und sparst vielleicht irgendwann auf was Tolles hin. Aber das hindert dich ja nicht daran, es erstmal anzufangen.

Hast du genug Geld, wirst du nicht den billigsten Krempel kaufen, sondern etwas, was ein gescheites Preis-Leistungs-Verhältnis hat.

Eine Gitarre zum zehfachen Preis ist nicht zehn Mal besser


Was kostet denn nun eine Gitarre überhaupt? 70-100 Euro. Ja, das kostet dieses Instrument, aber man kann beliebig viel mehr ausgeben, und bekommt dabei meist auch immer eine etwas bessere Gitarre. Aber eine Gitarre, die das 10-fache kostet ist nicht 10-mal so gut.